Hahnenverein

Montags feiern die Hähne

Am Montag nach dem Schützenfest krähen im Listertal die Hähne, jene munteren Schützen, die am „Tag danach“ zur Nachfeier hinter der Listerhalle antreten. Geschossen wird dabei auf den Hahnenvogel und auf Kohlblätter.

Letztere waren auch schon in den 60er Jahren das Ziel, als es in der Kellerbar von Siegfried Baum am Eseloher Weg hoch her ging. Eine Handvoll Schützen saß hier beisammen, zielte auf den Kohl im Garten und ließ sich dabei Hähnchen schmecken. Der Name war daher bei der offiziellen Vereinsgründung 1965 schnell gefunden. Gegrillte Hähnchen sind über 40 Jahre später immer noch das Leibgericht am Nachfeiertag

Als Hähne der ersten Stunde heute immer noch dabei: Wolfgang Arns, auch bekannt als „Bulli“ und Wilfried „Emma“ Vollmerhaus. Letzterer war von Anfang an bis 2008 auch der Chef der Truppe.

Nach 43 Jahren Hahnenoberst ist Emma dann in seinen wohlverdienten „Unruhestand“ gegangen. Björn Kiekbusch wurde dann 2008 zum neuen Hahnenoberst gewählt.

Wer Mitglied im Schützenverein ist, darf auch dem Hahnenverein beitreten. Die einzige weitere Voraussetzung dokumentiert der Name: Nur „Hähne“ sind zugelassen. Die „Hennen“ dürfen erst am Abend kommen und dann den „Abschleppdienst“ ihrer Männer übernehmen.

Ein Verein lebt von seinen Traditionen und für eben diese ist auch der Hahnenverein im Listertal bekannt.

Bereits 1978 wurde der „kräftige sauerländische Humor“ der „standfesten Jungs“ öffentlich in der Meinerzhagener Zeitung gelobt. Und auch wenn diese „Jungen“ älter geworden und neue hinzu gekommen sind, der Humor ist bis heute geblieben.

Hähne im Jahr 2019